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Nachlese Meetup April: Thema SEO

Am Dienstag, den 28.4.2015 war unser Thema „Suchmaschinen-Optimierung“. Mit Hans Jung haben wir einen echten Fachmann zum Thema SEO in unseren Reihen und wir haben eine Menge gelernt an diesem Abend. 

Bei den SEO-Optimierern gibt es zwei Fraktionen, die mit dem weißen Hut (white hat) und die mit dem schwarzen Hut (black hat). Die mit dem weißen Hut versuchen zu verstehen wie Google und andere Suchmaschinen ticken, welche Strukturen gute Ergebnisse bringen und wie man Inhalte am besten aufbereitet. Diese Fachleute wissen, was sie tun und kennen sich in der Materie aus. Leute wie Hans zum Beispiel.

Die mit dem schwarzen Hut sind die Geschäftemacher, die ihren Kunden große Versprechungen machen wie „Wir bringen Sie in einer Woche auf Seite 1 bei Google“. Das erreichen sie mit mehr oder weniger schlauen Tricks. Nur leider sind die Erfolge nicht nachhaltig und verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Wer nicht immer schön nachzahlt, ist schnell wieder aus dem Spiel.

Gekaufte Links taugen nichts

Ein Beispiel für eine solche Black-Hat-Taktik: Google macht den Wert einer Seite unter anderem daran fest, wie viele Links von aussen auf die Seite verweisen. Was viel verlinkt wird, muss interessant sein, so die Logik.

Also haben die Black Hats Linknetzwerke gegründet. Die bestehen aus hunderten von sinnfreien Seiten, die nichts anders tun, als Links auf andere Seiten zu setzen. Diese Links werden dann für gutes Geld verkauft. Da kosten 10 Links schon mal 500€. Die Idee dahinter: Viele Links werten eine Seite auf und das Ranking geht in die Höhe.

Aber Google & Co. sind nicht dumm und lassen sich von Linknetzwerken nicht an der Nase herumführen. Gekaufte Links sind in der Regel herausgeschmissenes Geld, denn die Links sind nichts wert. Im Gegenteil: Wer von Google bei solchen Tricks* erwischt wird, fliegt ganz aus dem Index raus.
* Man darf Links kaufen und verkaufen, muss diese aber als solche kennzeichnen. Dann haben allerdings sie keinen Einfluss auf das Ranking der Seite.

Wie SEO-Plugins arbeiten

Beim MeetUp habe ich endlich verstanden, was SEO-Plugin so tun, wenn man sie auf einer WordPress-Seite einsetzt. Das bekannteste ist WordPress SEO von Yoast, ich empfehle auch das WPSEO-Plugin von Sergej Müller, das ist aber nicht kostenlos.

  • Die Plugins erstellen zum Beispiel automatische eine Sitemap, an der sich die Bots durch die Seite hangeln können. Ich habe mich immer gefragt, wie aktuell solche Sitemaps noch sind, aber Hans meinte, sie stellen nach wie vor eine gute Hilfe für Suchmaschinen dar.
  • Die Plugins helfen auch dabei, Beitrags-Titel und Inhalte auf Keywords zu optimieren. Wo muss das Keyword stehen? Möglichst weit vorn. Wie lang soll der Titel sein? Etwa 57 Zeichen.
  • Google mag übrigens Texte, die länger sind als 300 Worte. Allerdings sollten die Texte auch nicht zu lang werden, weil die Leute bei langen Beiträgen müde werden und die Seite verlassen. Etwa 700 Worten sind so eine Schmerzgrenze. Wird ein Beitrag länger, ist es günstiger, ihn in mehrere Texte aufzuspalten.
  • Eine gute Keyword-Dichte liegt bei 3 bis 5%. Und es ist effzienter, einen Beitrag auf ein Keyword zu optimieren anstatt auf zwei oder drei gleichzeitig.

Duplicate Content

Duplicate Content ist eine Sache, die Suchmaschinen gar nicht mögen. Es wäre ja auch blöd, wenn auf allen Seiten derselbe Text stehen würde, dann hätte die Webseite keinen Nutzwert mehr.

Doppelte Inhalte können aber auch ganz unabsichtlich entstehen, wenn beispielsweise die Permalinks in WordPress so eingestellt sind, dass sie den Namen der Kategorie beinhalten:
www.beispielseite/kategorie/name-der-seite

Wer so eine Permalinkstruktur hat, sollte darauf achten, dass jedem Beitrag nur eine Kategorie zugewiesen wird. Hat ein Beitrag mehrere Kategorien und taucht derselbe Beitrag mit einem anderen Kategorienamen in der URL ein weiteres Mal auf, wertet Google das als doppelten Inhalt (duplicate content).
Dasselbe gilt für Archiv-Seiten, auf denen die Beiträge nach Autoren aufgelistet werden. Plugins wie WordPress SEO von Yoast kümmern sich um solche Dinge und unterdrücken u.a. das Autorenarchiv.

Webmaster Tools im Auge behalten

Die Google Webmaster Tools geben wichtige Hinweise in Sachen Links, die ins Leere laufen. Taucht in den Suchergebnissen eine Seite auf, die es nicht mehr gibt, landet der Besucher auf einer leeren Seite bzw. auf einer Seite mit einer Fehlermeldung (404). Das ist natürlich ein böses Foul. In den Webmaster-Tools kann man solche Links erkennen.

Das ist lange nicht alles, was Hans uns erzählt hat. Ich denke, wir haben alle sehr viel mitgenommen aus diesem Abend. Vielen, herzlichen Dank, Hans! War richtig gut.

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